Mozarts unvollendetes Requiem in d-Moll ist von einem besonderen Mythos umgeben. Nur rund zwei Drittel des Werkes stammen sicher von Mozart selbst. Zahlreiche Komponist*innen haben seitdem Ergänzungen und Neudeutungen geschaffen, unterschiedliche Perspektiven eröffnen. Diese Offenheit macht das Requiem zu einem spannenden Ausgangspunkt für die Junge Kantorei. Das Fragmentarische wird bewusst als künstlerischer Raum verstanden.
Schrittweise integrieren die Musiker*innen des Bridges Kammerorchesters Instrumente aus unterschiedlichen kulturellen Traditionen. Zunächst klanglich, später auch räumlich sichtbar, öffnet sich ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen Chor und Orchester.
So entsteht aus Mozarts Requiem-Fragmenten eine vielfältige Klanglandschaft, ein Ausgangspunkt für kulturelle Verbindungen, Erinnerung und musikalische Erneuerung: Hoffnung als kreative Aufbauarbeit.
Junge Kantorei / Jonathan Hofmann
Heike Heilmann, Ulrike Malotta, Christian Rathgeber, Matthias Horn
Bridges Kammerorchester
Hannah Schassner – Szenische Einrichtung
Fotos: David Hanheiser